Deutschland vs. Frankreich (Herren)

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Mit Johannes Thiemann in der Hauptstadt

Den Auftakt in „HOME OF A CHAMPION – BALLER. MENSCHEN. WELTMEISTER. powered by ING“, die neuste Doku-Reihe auf DBB-TV, machten die Folge mit Weltmeister Andi Obst sowie der Besuch in der Wagner-WG in Orlando bei Moritz und Franz. In Folge drei geht es in die Hauptstadt zu ALBA Berlin-Star Johannes Thiemann. Der 30-Jährige gewährt dabei Einblicke in seinen Trainingsalltag, spricht über seine persönliche Entwicklung seit der Ankunft in Berlin, wie seine Frau ihm den Rücken stärkt und lässt den Weltmeister-Sommer Revue passieren. Nur auf DBB-TV!

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„Druck als Privileg“ – Mit dem richtigen Mindset zum Erfolg

„BESSERMACHER“: So lautet der Titel des neuen Buches von Arne Greskowiak, der nicht nur Personal-Trainer, sondern auch seit Jahren Athletiktrainer unserer DBB-Herren ist. In kurzen Anekdoten und Erklärungen berichtet er Leser:innen aus seiner langjährigen Arbeit mit Leistungssportler:innen, wie sie seine Erfahrungswerte nutzen und in ihren Alltag integrieren können. Greskowiak erzählt auf sympathische Art und Weise von Weltmeistern wie Dennis Schröder und Gordon Herbert sowie vielen weiteren Top-Athlet:innen, darunter auch Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl, und wie diese in entscheidenden Situationen am Ball bleiben. Im Interview spricht er über den Entstehungsprozess des Buches sowie den Umgang mit Druck und wie man diesen vielleicht sogar als Privileg empfinden kann. Außerdem erklärt er seinen Ansatz, wie er Schröder, Draisaitl und Co. dabei hilft, ihr individuelles Leistungsniveau kontinuierlich aufrechtzuerhalten und gleichzeitig ihr Team zu stärken und zu stützen. „Es ist für jeden etwas dabei“, so Greskowiak, egal ob Spitzensportler, Unternehmer oder Hobbyathlet. Wie kommt ein Athletiktrainer dazu ein Buch zu schreiben? Die Frage ist natürlich berechtigt. Ich bezeichne mich ja normalerweise immer als „plus eins“, als jemand, der zuarbeitet und ich bin natürlich immer eher in der zweiten Reihe und hinter der Mannschaft, hinter dem Cheftrainer und dem Trainerteam. Ich habe jetzt aber wirklich durch dieses letzte Jahr mit der Bronze- (EuroBasket 2022), Silber- (Eishockey-WM 2023) und Goldmedaille (Basketball World Cup 2023) gemerkt, dass Leute auf das Thema aufmerksam geworden sind, wie das alles so zustande gekommen ist. Die Leute in meinem Umfeld sind ja grundsätzlich an Sportgeschichten interessiert. Das habe ich schon immer bemerkt, besonders, wenn Du gerade am Wochenanfang mit Menschen sprichst: ‚Na, wie war das Wochenende?‘ Wenn ich mit den Kölner Haien unterwegs bin, wenn ich mit einem Fußballspieler gearbeitet habe oder beim DBB: Dann wollen die Leute immer wissen, wie es war, was passiert ist. Da gibt es schon viele interessante Dinge, die man in die normale Welt für Sportler oder für Unternehmer mitnehmen kann. Und jetzt nach dieser Goldmedaille haben viele gesagt ‚Hey, guck mal, Bronze, Silber, Gold … jetzt musst Du eigentlich ein Buch schreiben.‘ Dann kam mein Co-Autor, Alexander Haubrichs, ins Spiel, den ich schon ganz, ganz lange kenne und der sagte: ‚Hey, ich habe jetzt Zeit, hast Du nicht Bock?‘ Und ich dachte: ‚Na gut, wenn nicht jetzt, wann dann?‘ Jetzt bekommst Du halt ein bisschen Gehör und das war der Aufhänger, ein Buch zu schreiben. Kann man sich BESSERMACHER in erster Linie als fachwissenschaftliches Buch vorstellen? Es ist eine Mischung aus Erfahrungsberichten, also interessanten Stories und Erklärungen. Wenn ich selbst ein Buch lese, dann mag ich es, „check-boxes“, „quick-learnings“, also Geschichten, von denen ich schnell profitieren kann, zu haben. So habe ich das Buch auch aufgebaut: Wie kann man angewandtes Wissen in sein Leben integrieren? Das sind Dinge, die wirklich funktionieren, die ich jetzt nicht irgendwie in einem Buch recherchiert habe, sondern die, von denen ich weiß, dass das Dennis Schröder so macht oder auch Franz Wagner. Ich weiß, dass sie das wirklich so machen und nehme es halt mit in die weite Welt und schaue, wie der normale Mensch, der normale Sportler oder der Hobbyathlet davon profitieren kann. Ich denke, es ist ein unterhaltsames Sach- und Fachbuch. Du hast die Hintergrund-Stories bereits ein wenig angesprochen. Kannst du uns einen kleinen Vorgeschmack geben? Ich glaube, diese Geschichte, wie Gordie diese Story mit den „pigs and race horses“ aufgezogen hat und wie wir das auf die T-Shirts gebracht haben. Das ist natürlich drin und das ist auf jeden Fall eine Highlight-Geschichte direkt aus dem Nationalmannschaftsfenster. Eine große Geschichte von Dennis ist auch drin, wie er in der Trainingshalle in Braunschweig, in der er ja im Sommer alleine trainiert, die ganzen Jungs erzieht und ihnen auch direkt beibringt, wie man sich ordentlich zu verhalten hat. Das sind zwei Geschichten, die für Menschen, die aus dem Basketball kommen, sehr interessant sind. Was kann ich als Nicht-Leistungssportler aus dem Buch mitnehmen? Das zieht sich an vier Säulen auf: Training, Ernährung, Regeneration und Mindset. Diese vier Säulen sind mit lebhaften Stories unterfüttert. Es ist für jeden etwas dabei. Wenn Du eine Leidenschaft hast, wenn Du mit irgendetwas startest, wenn Du für irgendetwas brennst, zum Beispiel, wenn Du Basketball spielen willst als Jugendlicher, dann musst du halt viel trainieren. Du musst erstmal anfangen, musst deine Leidenschaft ausleben und einfach dranbleiben. Im zweiten Schritt geht es um den Schritt vom Profi zum Champion. Also was unterscheidet einen professionellen Spieler noch von einem wahren Champion? Ein Blick auf das große Ganze: Was möchtest du mit diesem Buch vermitteln? Das Buch ist ja vor allem für Breitensportler und für Menschen geschrieben, die Unternehmer sind, die beruflich erfolgreich sein wollen und was diese vom Spitzensport lernen können, von den Mindsets der Profisportler, wie es Sportler schaffen sich zu erholen und zu regenerieren. Das kennen wir alle, wenn wir einen intensiven Tag hatten und acht oder zehn oder zwölf Stunden gearbeitet haben: Wie schaffen wir es, unseren Körper und unseren Geist herunterzufahren? Was müssen wir da auf der körperlichen Ebene tun und was müssen wir auf der mentalen Ebene tun, um am nächsten Tag wieder leistungsfähig zu sein? Ich schreibe auch über Leon Draisaitl, er spielt gerade in den NHL Finals. Mittlerweile dürften es über 100 Spiele sein, die er in dieser Saison gespielt hat. Wie schafft man es, da kontinuierlich sein Leistungsniveau hochzuhalten? Spielt es in der Säule des mentalen Aspektes deiner Philosophie eine Rolle, dass damit ein gewisser Druck einhergeht, den man sich selber macht und, dass eben dieses „Performen, Performen“ und „Optimieren, Optimieren“ auch etwas sein kann, in dem man sich verbeißen kann? Im negativen Sinne? Definitiv, das schreibe ich auch im Vorwort. Die Kunst ist es ja, diesen Druck als Privileg anzuerkennen und die Aufgabe ist es, sich ein System aufzubauen, in dem ich es schaffe mich anzuspannen und wieder zu entspannen. Also, wenn Du aktuell auf Tennis schaust, ist ja gerade French Open. In viereinhalb Stunden Tennis geht ja auf beiden Seiten nicht alles glatt. Das Spiel geht nach Sätzen drei zu zwei aus. In dieser Zeit hatten beide Spieler gute, aber eben auch schlechte Phasen, von denen sie sich schnell erholen müssen. Nach einer Niederlage müssen sie sich möglichst schnell wieder ihr Mindset fokussieren, von diesem Rückschlag wegkommen und sich dann wieder auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Wenn Du dann super verbissen bist und diesen Stress oder Druck gar nicht loslassen kannst, dann kommst Du eher in so eine Negativspirale. Das siehst Du ja gerade bei den ganz Großen, bei den Champions. Wenn Du mal Dennis betrachtest: Der ist ja ein Krieger auf dem Feld; der will ja und macht ja, und dann siehst du ihn nach dem Spiel nicht mehr, weil er bei seinen Jungs ist. Er ist in seiner Umgebung und schaut, dass er sich da relaxen kann und klarkommt. Am nächsten Tag ist er ein bisschen müde und einen Tag später ist er wieder da. Das ist ja die große Kunst von diesen herausragenden Athleten. Inwiefern spielen die Parallelen der beiden Welten Sport und Unternehmen eine Rolle in deinem Buch? Für mich sind sie sehr, sehr ähnlich. Als Führungspersönlichkeit ist es entscheidend, dein Team, genauso wie im Sport, mitzuziehen. Dein Team, dein Staff und deine Trainer schauen ja alle auf die großen Spieler. Und wenn die keine Energie haben, wie soll das dann funktionieren? Das heißt, es ist immer so eine Balance. Das ist ja beim Unternehmer auch so. Ein Unternehmer ist dafür verantwortlich, dass er lange leistungsfähig bleibt. Und, wenn er in der Woche 50, 60 oder 70 Stunden arbeitet, dann kann er nicht an seinem Körper Raub betreiben. Er muss schauen, dass er genauso schläft, dass er sich genauso erholt, genau das gleiche Mindset aufbaut, um diese „Winning-Culture“ zu verinnerlichen. Und wenn Du das andersherum siehst, kannst Du als Sportler auch von diesen Unternehmern lernen, wie sie ihre Teams, ihre Mitarbeiter führen. Ich glaube, deshalb ist es so interessant. Ich glaube, da können beide Seite viel voneinander lernen. Jetzt in der Buchhandlung Ihres Vertrauens: „BESSERMACHER – Von Spitzensportlern lernen“ Fotos: Christian Hedel

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Medientraining der DBB-Herren in München

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren führt im Rahmen der Olympia-Vorbereitungen in München ein Medientraining für interessierte Medienvertreter:innen durch. Das Medientraining findet am Mittwoch, 03. Juli 2024, ab ca. 12.30 Uhr, im BMW Park in München, Grasweg 74, 81373 München, statt. Dann können die letzten 30 Minuten des Trainings verfolgt werden, ehe Spieler und Trainer in der Halle für ca. 30 Minuten für Gespräche und/oder Fotos bereit sind. Vor Ort stehen Ihnen Christoph Büker und Lucas Kröger für weitere Fragen oder Wünsche zur Verfügung. Alle interessierten Medienvertreter/innen werden gebeten, sich für diese Veranstaltung über das untenstehende Formular zu akkreditieren. Um die Organisation des Medientrainings zu erleichtern, bitte ich Sie, im Feld „Anmerkungen“ die gewünschten Gesprächspartner einzutragen. Bitte beachten Sie: aufgrund von Änderungen im Trainingszeitplan kann sich der Beginn des Medientrainings kurzfristig verschieben! Akkreditierung | Medientraining Herren in München 03. Juli 2024 | 12.30 Uhr BMW Park | München Akkreditierungsfrist: 02. Juli 2024 | 12 Uhr Akkreditierung | Medientraining Herren in München Name * Name Vorname Vorname Nachname Nachname Telefon * Email * Medium * Beruf * Journalist:in Fotograf:in TV/Video Anmerkungen If you are human, leave this field blank. Abschicken

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Pressekonferenz zum „Double Header“ in Berlin

Pressekonferenz zum „Double Header“ in Berlin Sehr geehrte Medienvertreterinnen und Medienvertreter, hiermit lade ich Sie im Namen des Deutschen Basketball Bundes ganz herzlich ein zu einer Pressekonferenz mit Nationalspielerin Marie Gülich Nationalspieler Johannes Thiemann und Herren-Bundestrainer Gordon Herbert   am Mittwoch, 26. Juni 2024 um 13.30 Uhr im Best Western Hotel, Kantstraße 111, 10627 Berlin   Anmeldefrist: Dienstag, 25. Juni 2024, 13.30 Uhr   Moderation Christoph Büker Leiter ÖA Kurz vor dem Start beider Nationalmannschaften in die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele erhalten Sie aktuelle Informationen, speziell auch zum gemeinsamen Spieltag der DBB-Damen mit den DBB-Herren am 19. Juli 2024 in der Uber Arena in Berlin. Antragsformular Akkreditierung | Pressekonferenz „Double Header“ Berlin Name * Name Vorname Vorname Nachname Nachname Telefon * Email * Medium * Beruf * JournalistIn FotografIn FreelancerIn Anmerkungen If you are human, leave this field blank. Abschicken

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Damen für Start der Olympia-Vorbereitung nominiert

Olympia rückt näher! Und das natürlich auch für die deutschen Basketball-Damen, die in wenigen Wochen in Paris erstmals an den Olympischen Spielen teilnehmen. Der erste Teil der Vorbereitung auf den sportlichen Höhepunkt des Jahres erfolgt noch nicht mit dem kompletten Team, da die drei WNBA-Spielerinnen Leonie Fiebich, Nyara Sabally (beide New York Liberty) und Satou Sabally (Dallas Wings) erst zu einem späteren Zeitpunkt freigestellt werden. Nun hat Bundestrainerin Lisa Thomaidis 15 Spielerinnen nominiert, die am Freitag, 28. Juni 2024, in Würzburg mit dem gemeinsamen Training beginnen und anschließend zwei Test-Länderspiele in Finnland (5./7. Juli 2024, Helsinki) absolvieren. Folgende Korbjägerinnen sind eingeladen: Der Kader wird präsentiert von – Romy Bär (GISA LIONS MBC) – Marie Berthold (ALBA BERLIN) – Emily Bessoir (zuletzt: UCLA/USA) – Svenja Brunckhorst (Team Bundeswehr) – Jennifer Crowder (zuletzt: medical instinct Veilchen BG74 Göttingen) – Luisa Geiselsöder (Basket Landes/FRA) – Sonja Greinacher (Team Bundeswehr) – Marie Gülich (zuletzt: Valencia BC/ESP) – Alina Hartmann (zuletzt: BC Namur Capitale/BEL) – Alexis Peterson (zuletzt: Basket Landes/FRA) – Sarah Polleros (TK Hannover Luchse) – Lina Sontag (zuletzt: UCLA/USA) – Theresa Simon (ALBA BERLIN) – Alexandra Wilke (Rutronik Stars Keltern) – Laura Zolper (Herner TC) Die endgültige Entscheidung von Svenja Brunckhorst und Sonja Greinacher (ebenfalls im 3×3 qualifiziert), für welches deutsche Team sie bei Olympia antreten, fällt zu einem zu einem späteren Zeitpunkt. Die gebürtige US-Amerikanerin Alexis Peterson ist im Besitz eines deutschen Passes und hat sich entschieden für Deutschland zu spielen. Die deutschen Damen werden betreut von Bundestrainerin Lisa Thomaidis, den Assistant Coaches Sidney Parsons, Clarissa Meadows und Anne Marie Thuss, Athletik-Trainer Julian Morche, Teamarzt Franz Niedermeier (zeitweise), den Physiotherapeut:innen Cathrin Junker und Ernest Butler, Teammanagerin Susann Drechsel, Teambetreuerin Isabell Michalski und dem Medienteam mit Aleyna Demirel und Vanessa Schröder. Termine (dt. Zeit) 05. Juli 2024, Helsinki/FIN 17.00 Uhr: Testspiel Finnland – Deutschland 07. Juli 2024, Helsinki/FIN 17.00 Uhr: Testspiel Finnland – Deutschland 10. – 15. Juli 2024, Posen/POL 4-Nationen-Turnier (POL, POR, PUE) 19. Juli 2024, Berlin Testspiel gegen Nigeria 21. Juli 2024, London Testspiel gegen Großbritannien 23. Juli 2024, London Testspiel gegen die USA Ab 24. Juli 2024, Lille/FRA Olympische Spiele

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Noch ein Jahr bis zur Women’s EuroBasket 2025

Der Countdown für die FIBA Women’s EuroBasket 2025 hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Es ist noch genau ein Jahr bis zur 40. Austragung dieses Events. Das mit Spannung erwartete Turnier wird am 18. Juni 2025 mit den vier Co-Gastgebern Tschechien, Deutschland, Griechenland – wo die Endrunde ausgetragen wird – und Italien eröffnet. „Die FIBA Women’s EuroBasket 2025 verspricht ein weiteres aufregendes Ereignis zu werden, und wir alle freuen uns darauf, die 365 Tage herunterzuzählen“, sagte Kamil Novak, FIBA Executive Director Europe. „Die 40. Ausgabe wird noch größer und besser als zuvor, da zum ersten Mal vier Länder das Turnier ausrichten werden. Wir erwarten, dass wir die hohen Standards, die 2023 gesetzt wurden, noch übertreffen werden – sowohl auf als auch neben dem Platz.“ Zu den vier Co-Gastgebern gesellen sich zwölf weitere Teams, die sich über die FIBA Women’s EuroBasket 2025-Qualifikation, die im November 2023 begonnen hat, einen Platz sichern wollen. Das Teilnehmerfeld für die Endrunde wird im Februar 2025 nach Abschluss der Qualifikationsrunde festgelegt, wobei zu den acht Gruppensiegern noch die vier bestplatzierten Zweitplatzierten hinzukommen. Belgien ist der amtierende Europameister, nachdem es den Wettbewerb bei der FIBA Women’s EuroBasket 2023 in Ljubljana (Slowenien) zum ersten Mal gewonnen hat. (fiba.basketball)

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„Moritz hat neulich zum ersten Mal einen Adler gesehen!“

Den Auftakt in „HOME OF A CHAMPION – BALLER. MENSCHEN. WELTMEISTER. powered by ING“, die neuste Doku-Reihe auf DBB-TV, machte die Folge mit Weltmeister Andi Obst. Für die zweite Ausgabe begleiteten Lucas Kröger und Basti Sevastos Moritz und Franz Wagner in Orlando. Wer die beiden Brüder aus Berlin in den letzten Nationalmannschaftsjahren miterlebt hat, weiß, dass sie immer gut für beste Unterhaltung sind. Ein passendes Beispiel dafür ist eine Szene in der neuen Folge im Auto auf dem Weg zum Training in Orlando. Moritz erspäht auf der Straße einen Pelikan (oder war es doch ein Adler?), was Franz Anlass gibt, sich über die Vogelkenntnisse seines Bruders lustig zu machen. Daraus entwickelt sich eine Bruder-Bruder-Situation, die pure Unterhaltung verspricht. Die Wagner-Folge hat darüber hinaus aber auch Tiefgang zu bieten. Moritz reflektiert über den vermeintlichen Glamour des NBA-Lebens, während Franz erklärt, was ihm an der Erfahrung des Natio-Sommers 2023 noch mehr bedeutet als die Goldmedaille… und auch Axel Schulz, der Vater der beiden Weltmeister, kommt zu Wort und zeigt Emotionen, als er über den Erfolg seiner Söhne auf und neben dem Feld spricht.

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„Sie haben mich bestärkt, noch persönlicher zu erzählen“

Beate Wagner, Mutter der Weltmeister Moritz und Franz Wagner, hat ein Buch geschrieben. Sie beschreibt, wie die beiden auf ihren großen Traum hinarbeiteten und was sie brauchten, um erfolgreiche Basketballer zu werden. Ein ganz persönlicher Einblick in das Privat- und Sportlerleben der beiden Weltmeister. Wir haben mit Beate Wagner über die Intention ihres Werks gesprochen. Sie gibt Einblicke in den Entstehungsprozess des „Familienprodukts“, inwieweit Moritz, Franz und auch Vater Axel Schulz involviert waren, welche Rolle NBA Commissioner Adam Silver dabei spielte und welche Höhen und Tiefen sie auf dem Karriereweg der beiden Nationalspieler mitmachte. Wann erwuchs in Dir die Idee zu diesem Buch? Die Idee habe ich schon viele Jahre gehabt, aber am Anfang war das noch sehr diffus. Ich war auch sehr skeptisch. Wen würde das interessieren? Auch noch aus der Sicht der Mutti… Das erste Mal hatte ich die Idee für ein Buch, als sich diese College-Welt auftat. Das war so anders als alles, was ich bisher aus Deutschland kannte. Irgendwann hat sich dann herauskristallisiert, dass im Laufe der Zeit so viele kleine Geschichten passiert sind, die ich erzählenswert fand. 2018, 2019 hat sich die Idee dann verfestigt. Du sprichst die vielen kleinen Geschichten an. Ist das Buch dementsprechend eine Art anekdotische Erzählung? Ich erzähle schon einige kleine Anekdoten, zum Beispiel über den Auftakt in Los Angeles. Da sind wir als Familie zu IKEA gefahren, weil wir einfach eine große Matratze brauchten, um in Moritz‘ kleiner Wohnung zu übernachten. Wir haben die auf einem kleinen Mietauto über den Highway gefahren, was total verrückt und auch ein bisschen gefährlich war. Das war, vermute ich, im Vergleich zu anderen Spielern, die in die NBA starten, sehr skurril. Eine andere Anekdote: Dass ich überhaupt mit dem Buch angefangen habe, hat mit NBA Commissioner Adam Silver zu tun. Der hat mir den letzten Impuls gegeben. Als wir mit Franz bei einem NBA Lunch aufgetaucht sind, sagte er zu mir: ‚Wie, Du bist Journalistin? Jetzt seid ihr schon wieder hier, das musst du mal aufschreiben mit deinen Jungs!‘ Ich dachte, wenn Adam Silver das sagt, dann machst du das jetzt. Solche kleinen Stories gibt es viele in dem Buch. Welche Intention verfolgst Du mit der Veröffentlichung dieses Buches? Die Intention war, nochmal zurückzuverfolgen, was da wirklich alles passiert ist. Und, noch besser selbst zu verstehen, wie man sein Potenzial entwickeln kann. Warum hat das bei den beiden so gut funktioniert? Darauf haben mich, vor allem in den USA, viele Menschen angesprochen: ‚Was habt ihr mit euren Kindern gemacht?‘ Ich wurde auch gefragt: ‚Was habt ihr denen zu Essen gegeben?‘ (lacht) Ich habe dann gesagt, dass ich das nochmal von der Pike auf untersuchen muss, auch wissenschaftlich. Was braucht es denn dafür, neben der Körpergröße zum Beispiel? Was muss man mitbringen? Was kreiert Erfolg? Haben Moritz und Franz das Buch vorher gelesen oder warten da ein paar Überraschungen auf die beiden? Nein, nein, nein. (lacht) Das war ganz eng abgestimmt. Das war so auch verabredet. Alle drei, auch Axel (Schulz, Mann von Beate und Vater von Moritz und Franz, Anm. d. Red.) haben das eng begleitet. Ich habe kapitelweise vorgelegt, sie haben sich das dann durchgelesen. Mal haben sie gesagt: ‚Das kannst du so lassen, das finde ich super spannend.‘ An anderen Stellen sagten sie: ‚Das kannst du noch etwas zuspitzen oder vielleicht sogar noch ein bisschen emotionaler formulieren. Schreib aus dir heraus.‘ Das fand ich total schön, dass sie mich so bestärkt haben, noch persönlicher zu erzählen. Da habe ich mich fast ein bisschen gewundert. Aber sie haben mich darin bestärkt. Man will ja auch wissen: Wie fühlt man sich dabei? Was passiert da emotional? Kann man also sagen, dass das Buch ein Familienprodukt ist? Ja, das kann man so sagen. Moritz und Franz mussten ja nicht nur aushalten, dass ich ein halbes Jahr am Stück in ihrer Nähe war. Da mussten wir uns auch erstmal wieder aneinander gewöhnen. Während dieser Zeit habe ich Recherche betrieben und die beiden haben das Produkt engmaschig bearbeitet. Familienprodukt, genau! Welche Hoffnungen, welche freudigen Emotionen, aber auch welche Ängste gingen aus Deiner Sicht als Mutter einher mit der voranschreitenden Karriere Deiner beiden Jungs? In erster Linie freudige Gefühle. Natürlich auch ein totales Erstaunen, wie schnell sich das alles entwickelt und dass es immer weiter geht. Ich wurde auch mal gefragt, ob ich Angst hatte. Ehrlich gesagt, Angst hatte ich, glaube ich, nie wirklich. Bisschen unwohl war mir, als Moritz ans College ging. Wir kannten das alles überhaupt nicht und ich wusste gar nicht, wo es da hingeht. Wie würde es ihm gefallen? Wird er überhaupt spielen? Es war ja völlig unklar, ob sich das basketballerisch so erfüllt, wie er sich das gewünscht hatte. Das erste Jahr war auch wirklich schwer, aber er hat einfach immer weiter gemacht und hatte echt eine ganz schöne Ausdauer. Das war so die erste Situation, in der mir etwas mulmig wurde. Sehr gewöhnungsbedürftig war auch, als er dann in die NBA kam. Da war klar, dass das nochmal eine ganz andere Welt ist. Dann auch noch Los Angeles Lakers und so… Bei Franz kannten wir alles so viel besser. Da war einfach nur ein großes Staunen, wie er das alles macht – bis heute! Jetzt in der Buchhandlung Ihres Vertrauens: „MORITZ & FRANZ WAGNER. GLANZ IN IHREN AUGEN. Große Träume, ihr Weg in die NBA und zum Weltmeistertitel“ Fotos: Privatarchiv Beate Wagner Titelfoto: DBB/Basti Sevastos